Wir verlassen unser Appartement vollgepackt und begeben uns in die Tiefgarage wo wir uns für die Abfahrt vorbereiten.
Eigentlich hätten wir gerne im selben Café gefrühstückt wie gestern.
Doch leider war das eine Einbahn und wir hätten einen Umweg fahren müssen.
Die Ausfahrt aus Budapest war aber so schon kompliziert genug.
Viele Strassen sind gesperrt, Umleitungen, Einbahnstrassen und man muss aufpassen, dass wie nicht ungewollt über die grosse Brücke fahren. Die ist ein einziger Stau und überhaupt nicht auf unserer Route. Wir hätten also wenden müssen.
Das Frühstück nehmen wir dann in einem Vorort von Budapest bei einem Mc.
Ist auch lecker 😋.
Als wir Budapest hinter uns gelassen haben, wird der Verkehr weniger und Landschaft gönnt uns endlich ein paar Hügel.
Wir freuen uns auf die bevorstehenden Kurven. Die kommen tatsächlich auch.
Doch jede einzelne Kurve hat eine individuelle Geschwindigkeitsbegrenzung. 60, 50, 40, 30… je nach Kurvenradius 🙄.
Ist also nichts mit Kurvenfahren…
Und wenn man dann mal könnte, dann sind die Strassen so schlecht, dass man auch nicht schneller fahren kann. Ziemlich unerfreulich.
Aber das Wetter ist gut, wenig Verkehr und die Landschaft wunderschön.
Überall riesige, violett blühende Felder.
Ich muss das mal fotografieren, doch wenn man könnte, dann lässt es der Verkehr nicht zu.
Die Ortschaften sind hübsch und gepflegt. Aber so ostblocktypisch.
Wir sehen auch Neubauten an denen noch gebaut wird. Auch diese entstehen aus riesigen Betonelementen, Platten.
Als wir so im Dorf kurven, stehen wir plötzlich vor einer riesigen Kathedrale und eine Kurve weiter sind wir am Fluss und überqueren eine wunderschöne, historische Brücke über die Donau.
Dabei stellen wir fest, dass wir auf der Brücke die Grenze zur Slowakei überqueren.
Kaum haben wir die Grenze überfahren, sind die Strassen sofort wieder gut. Ein ganz anderes, entspannteres Fahren.
Die Strassen sind gut und das Fahren wirklich entspannt.
Aber stellenweise stinklangweilig.
Gerade, kurvenlose Strecken, wir schätzen +/- 12Km.
Vor uns türmen sich mittlerweile riesige, schwarze Wolken.
Es sind vielleicht noch 150km zu fahren.
Unterwegs kann ich endlich an so einem Blumenfeld anhalten und ein paar Fotos schiessen.
Dabei stelle ich fest, das sind ja gar keine Disteln sondern Mohnblumen…
Wofür man den Mohn wohl braucht?
Für die Mohnsamen? Zum Rauchen 🤔?
Meine G‘spänli drängen mich zur Weiterfahrt. Sie wollen unter dem Regen durch 🧐.
Leider wird es nichts mit „unter dem Regen durch“.
Ausgerechnet, jetzt wo mal eine kurvige Strecke beginnt, beginnen auch die Baustellen und wir hangeln uns von Rotlicht zu Rotlicht.
Wieder nichts mit kurven 😠.
Wir sind nun in der schwarzen N8 und jetzt beginnt es zu regnen. Wie aus Kübeln. Zum Glück sind wir direkt bei einer Bushaltestation mit Bushäuschen. Ich steige vom Töff und stelle mich sofort unter…
Doch wo bleiben die Andern?
Ich schiele aus dem trockenen Bushäuschen zurück und sehe, wie sie im grössten Schiff ihre Regenklamotten aus ihren Koffern klauben… Bis die alles draussen haben, sind die doch klatschnass!
Als sie endlich auch im Häuschen sind, beginnen sie sich umständlich die Regenklamotten zu zwängen… es ist eng in so einem Häuschen 🤭.
Mittlerweile gewittert es heftig. Blitz und Donner sind eins.
Das Wetter ist direkt über uns. Ich frage mich noch, ob das Häuschen blitzsicher ist oder ob wir gegrillt würden… 🥶.
So, die andern Drei sind voll angezogen und regenfest. Doch nun ist das Gewitter bereits weitergezogen und vor uns scheint schon wieder die Sonne.
Im Trockenen nehme ich meine Regenklamotten auch noch aus dem Koffer, ziehe sie an und wir fahren weiter.
Der Gegenverkehrt versenkt und in der Gischt und der Regenschutz mach durchaus noch Sinn.
An der Grenze zu Tschechien, halten wir aber wieder an und entledigen uns vom Regenzeugs.
Die Sonne scheint und es ist warm.
In der Hitze des Gefechtes machten wir keine Fotos vom Regenhalt.
Doch nur ein paar Kilometer weiter, zieht wieder ein Gewitter auf.
Wieder fahren wir rechts ran. Wieder finden wir im richtigen Moment ein Bushäuschen.
Doch wir sind lernfähig und lassen das Gewitter über uns hinwegziehen bevor wir ohne Regenklamotten weiter fahren.
Es sind ja nun auch nur noch knapp 20Km. Und vor uns klart es merklich auf.
Am Ziel angekommen ist das Wetter traumhaft. Genau wie das Hotel.
Beim Einchecken sagen sie uns, dass im Zimmerpreis von 65.— pro Person, auch das Abendessen und das Frühstück inbegriffen sind.
Vor dem Essen treffen wir uns noch in der Bar auf einen Drink.
Das anschliessende Essen ist lecker und grosszügig. Auch wenn es vom Buffet kommt.
Wir sind positiv überrascht.
Nach dem Abendessen schlendern wir noch durch die Hotelanlage.
Die ist mega grosszügig eingerichtet.
Sauna, ein Aussenpool, eine Feuerstelle, Plätze zum Relaxen, ein Riesenschach und eine lässige Minigolfanlage.
Zum Abschluss des Tages spielen wir noch eine Runde Minigolf.
Nicht nur wir unterhalten uns prächtig. Auch die Frösche 🐸 lachen mich bei einem Sechser- Schlag aus 🥺…
Pippo gewinnt. Dicht gefolgt von Urs.
Bronze habe ich geholt und der Träger der Blechmedaille wird hier nicht erwähnt… the Winnter takes it all… 🤗
Sorry Juan, ein ander Mal wieder 😇.
An der Bar geht ein abenteuerlicher Tag zu Ende.
Danke Jungs.
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