War zwar nicht mein Ziel und auch nicht meine Idee. Gäll, Brigitte ;-).
Doch offenbar gibt es während Corona nichts weiter zu berichten. Weder aus Kultur, Sport noch Vereinen.
Etwas "gebauchpinselt" bin ich trotzdem. Auch wenn sich die Reaktionen bisher in Grenzen hält, der Bericht ist cool geschrieben. Danke Brigitte.
Die Angaben sind nur ungefähr ohne Gewähr. sie beruhen auf Messungen mit der App „Relive“ und „Fitness“ von Apple.
Die eine misst jeden Schritt, auch jene zum Lavabo und zurück und die andere startet und oder stoppt man zu früh/ spät. Die Werte waren jeweils überraschend nah beieinander. Auch verglichen mit
Google. So, dass ich mir erlaubt habe, aus diesen Werten den Schnitt zu nehmen.
Wenn man das in Leistungskilometer (LK) umwandelt, wären das total nochmals etwa 74km zusätzlich.
UND NEIN :-(... ich habe KEIN Gewicht verloren :-(
Vielleicht zwei oder drei Kilogram (habe am Tag des Abmarsches gemessen und heute).
Es kann sein, dass ich evtl. ein paar Gramm Fett weniger, dafür ein paar Gramm Muskeln mehr habe. Doch alles in allem eigentlich eher enttäuschend. Heute habe ich nur festgestellt, dass ich den
Gurt ein einziges Loch enger stellen konnte.
Aber das nur am Rande. Ich machte die Reise weder um abzunehmen, noch machte ich mir Illusionen. Ich kenne mich schon länger und weiss: Der Jojo- Effekt schlägt unerbittlich zu. Die schönen Eindrücke und Erfahrungen sind jedoch mit nichts aufzuwiegen.
Der definitiv letzte Tag. Die Heimreise.
Vieles an meiner Reise war unglaublich. Was ich gesehen und erlebt habe. Was ich spüren durfte, Freundschaften. Worauf ich zählen durfte, Familie. Die Natur, die Menschen...
Unglaublich auch, dass heute schon alles wieder Geschichte ist. Noch am 31. März, war ich also nicht sicher, ob ich am 01. April dann auch wirklich abmarschiere. Es hat Gründe gegeben, die Übung abzublasen. Eine davon "Bequemlichkeit".
Ich hätte erst nach Ostern abreisen können. Dann wäre ich am Ostermontag nicht ihn Suhrsee "hängen" geblieben.
Aber nach Ostern hätte es bestimmt wieder andere Gründe gegeben nicht abzumarschieren.
Also, der Plan war, Abmarsch 1. April und ich musste los. Denn sonst wäre ich aus andern Gründen nicht gestartet.
Egal, und nun, am 18. Tag bin ich wieder zuhause.
Silvia und Cédric haben für Melvin und mich einen Brunch organisiert. Mit frischem Brot, Eiern, Käse, Speck, Schinken, Konfitüre... die Tischplatte quoll über, bog sich fast. Zum Essen und Abschied kamen auch noch Isabelle und André. Das alles hat mir sehr geschmeichelt.
Wann haben wir uns alle das letzte Mal gesehen? Und warum? Leider zumeist an Beerdigungen unserer Onkel und Tanten.
Und es war schön, entspannt und fröhlich.
"Mes chers cousins, vous savez quand vous êtes avec nous dans la région: vous êtes toujours cordialement invités. Je suis content et à bientôt :-)"
So um 11h wurde es dann aber Zeit, uns zu verabschieden. Schliesslich lag noch der ganze Rückweg vor uns (kleines Wortspiel ;-).
Auf dem Nachhauseweg wollte ich noch Freddie in Montreux besuchen. Der wäre schliesslich auch noch auf meinem Weg gewesen.
Na ja, hat nicht sollen sein. Doch nun konnte ich ihm immerhin noch die Ehre erweisen... oder besser, er mir :-).
Bis Montreux fuhr Melvin und ab hier übernahm ich dann wieder das Steuer... ;-)
Von hier wollte ich noch ein paar Kurven "mitnehmen" und über den Jaunpass fahren. Insbesondere, auch um zu sehen, wie die Schneesituation vor Ort tatsächlich aussieht. Und wirklich. Es lag noch sehr viel Schnee auf den Pässen und ausgetretene Pfade sah ich auch keine.
So dass ich froh bin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Auch wenn ich dadurch ein paar Kilometer zwar gespart dafür aber bestimmt landschadftlich das Eine oder Andere verpasst habe. Doch diese Etappe kann ich ja noch immer nachholen. Später. Im Sommer. Vielleicht...
Egal, ich nehme es wie es ist und damals war es die richtige Entscheidung. Zumindest, so wie ich das nun einschätzen kann.
Ab dem Jaunpass war die Fahrt dann hauptsächlich langweilig. Das Simmental hinunter, dann auf die Autobahn, Tempomat und ab nach Hause.
Um ca. 16:30h waren wir zurück. Müde und happy. Das Gepäck räume ich morgen aus.
Jetzt mal hinflätzen und geniessen.
Um ca. 18:30h kommen meine Eltern und darf endlich mal wieder kochen. Melvin wünscht sich "meine" Lauch- Carbonara- Spaghetti.
Mache ich gerne.
Und s'Mami macht uns eine Schwedentorte zum Dessert.
Es gibt viel zu erzählen und viel zu schnell geht der Abend und somit auch mein Abenteuer "X-ing Swiss" zu Ende.
Mir bleibt nicht mehr viel übrig um mich zu bedanken.
Danke an Alle die mir Tipps bei den Vorbereitungen gegeben und mich unterstützt haben.
Sei es beim Thema "Wäsche unterwegs", oder "brauchst Du den Kompass wirklich?", oder "hey nutz doch diese oder jene App".
Wenn man den Rucksack packt denkt man, pah, ob 10 oder 12 Kilo. Was macht das schon? Gemütlich ist beides nicht.
Doch unterwegs ist man um JEDES Gramm froh, welches man NICHT mitgenommen hat. Glaubt mir... wirklich jedes!
Danke an Alle die mich persönlich begleitet haben. Das hat mir viel bedeutet und mich noch mehr gefreut.
Danke an Alle die mich persönlich begleitet hätten, das aber aus vielen verständlichen Gründen nicht tun konnten ;-).
Danke an Alle die mich virtuell begleitet haben.
Ohne Euch wäre die Tour auch möglich gewesen. Doch mit Euch hat das alles viel mehr Spass gemacht und mir vieles erleichtert.
D A N K E E E E :-) Euch allen!
3-2-1 sht... der letzte Tag
Claudia und ich verabredeten uns zum Frühstück um 8:45h.
Wir haben beide gut geschlafen.
Doch Claudia‘s Blase am Fuss beschäftigte sie und war sich nicht sicher, wie sich diese heute verhalten würde.
Wir diskutierten Alternativen.
Sie kommt mit bis zur Hälfte der Strecke und fährt danach nach Hause?
Doch sind die Wege heute wieder hauptsächlich geteert und/ oder betoniert?
Sie entscheidet sich, abzubrechen und kein Risiko einzugehen.
Ich verstehe das, ich habe ja auch gesehen wie sehr sie gestern gelitten hat.
Sie fährt ab hier gemütlich nach Hause. Macht in Morges nochmals einen Halt und geniesst hier das Tulpenfestival in aller Ruhe und lässt so ihre Ferien ausklingen.
Zusammen gehen wir an den Bahnhof wo wir mit Isabelle verabredet sind.
Isabelle will uns, nun mich, auf der letzten Etappe begleiten.
Nach der Begrüssung mussten wir uns auch schon wieder verabschieden.
Es war nicht einfach. Claudia und ich haben ja nun auch das eine oder andere, kleine Abenteuer erlebt.
Danke Claudia, dass Du mit mir gelaufen bist.
...man sieht sich 😎👍🏻.
Isabelle und ich laufen los.
Die ersten Meter städtisch, dann über Felder, Wäldchen durch die Natur.
Vorbei an Schlössern, durch kleine Dörfer, weiter über Land.
Doch eine Route am See entlang suchen wir vergeblich. Eine Frau erzählt uns, dass es ab hier praktisch keinen Zugang mehr an den See gibt.
Alles Privatgrundstücke.
Daher führt der Weg dann auch relativ weit ins „Landesinnere“. Die Wege sind wieder geteert oder betoniert. Zum Laufen eher ungemütlich.
Je näher wir an Genf kommen führt der Weg auch den Gleisen entlang. Über Autobahnzubringer. Nicht mehr wirklich schön.
Aber auch der kalte Wind, welcher auch heute unablässig bläst, ist ungemütlich.
Isabelle und ich wollen nur noch „nach Hause“!
Ok, ich nur nach Genf 😎.
Auf der Suche nach windstillen und sonnigen Etappen, rennt, ja fliegt Isabelle fast dem Ziel entgegen. Wie ein Sportwagen. Und ich hinterher, wie eine alte Dampflok. Keuchend, scher atmend, die
Füsse tun weh...
Nun klingelt das Telefon.
Melvin, der mich in Genf abholen will ist bereits angekommen, geniesst den Strand und möchte wissen, wo wir uns treffen.
Kein Ahnung, ich muss Isabelle fragen.
Melvin soll einen Parkplatz beim botanischen Garten, bei den vereinten Nationen suchen.
Wir fragen, hast Du den „Jet d‘eau“ gesehen?
Er meint: Ja und nein 😳
Ja, er würde davor stehen, und nein, er sei abgeschaltet. Zuviel Wind und offenbar aus der falschen Richtung...
Ausgerechnet heute, bei meiner Ankunft 🥺.
Egal, ich freue mich riesig als ich das Ortschild „Genf“ sehe und endlich in der Stadt ankomme.
Tatsächlich find wir Melvin. Zusammen fahren wir zum neu angelegten, künstlichen Strand 🏖 mit „Partymeile“, wo wir uns dann, zum Schluss der Tour, einen „Aperol Spritz“ zu Gemüte führen.
Isabell einen kleinen und ich einen grossen 🤗.
Bereits ist wieder Zeit, weiter zu gehen.
Silvia erwartet uns. Bei ihr dürfen Mel und ich übernachten.
Wir sind auch müde und hungrig.
Das Wiedersehen ist freudig, aber Corona- Konform.
Wir dürfen das Zimmer beziehen und duschen.
Boah, was für ein tolles Gefühl!
Nach dem Duschen dürfen wir uns an den reich gedeckten Tisch setzten.
Es gibt Partygrill, mit selbst gemachten Saucen, Gemüse, Reis, Wein und zum Dessert Zitronen- Tarte und Brownies. Auch selbstgemacht 😋.
Abgerundet wird der Tag mit einem Kaffee und leckerem Schnaps 😉.
Doch lange bleiben wir nicht mehr auf.
Isabelle geht nach Hause und Mel und ich zu Bett 🥱😴.
Nun freue ich mich auf‘s morgendliche Frühstück und dann, ab nach Hause 😎.
Danke Silvia, für die tolle Gastfreundschaft.
Und Danke Euch ALLEN für Eure Begleitung.
Sei es dass Ihr Etappen mit mir gelaufen seid oder mich anderweitig unterstützt habt.
Die Tour war zwar risikolos und trotzdem ein Abenteuer. Ich werde es nie vergessen.
Zu viele tolle Eindrücke, Erlebnisse, nette Menschen, Natur, Sonne, Wind, Regen, Schnee.
Und wenn es nicht immer nur gemütlich war, dass alles hat dazu beigetragen, aus meiner Wanderung ein tolles Erlebnis zu machen.
Es waren unzählige WOW- Momente, jeden Tag.
Und dafür bin ich dankbar und sprachlos.
Denke morgen irgendwann, werde ich diese Tagebuch beenden, mit abschliessenden Zusammenfassungen, der „Statistik“...
Und dann ist auch diese Kapitel in meinem „Abenteuer Leben“ bereits wieder „Geschichte“.
3-2-1 sht... der 2. letzte Tag
Um unseren heutigen Start zu erreichen, mussten wir als 1. schon mal ca. 4km zurücklaufen, bis wir an unserem Startpunkt ankamen.
Da unser Hotel zu einem kleinen, abgelegenen Flugplätzchen gehörte, zu welchem kein öV fuhr :-(.
Na ja.
Am Bhf. versorgen wir uns mit heissem Kaffee, Gipfeli und O- Saft und fuhren so zurück zu unseren gestrigen End- und heutigen Startbahnhof "Allaman". Hier trafen wir auch meine Cousine Silvia, aus Genf.
Zusammen liefen wir durch Dörfer, dem See entlang, durch Reben, über Felder und Flüssen entlang nach Nyon.
Wunderschön, doch leider häufig über geteerte Strassen. Was das Laufen schon nicht einfacher macht.
Doch Claudias bösen Blase am Fussballen, machte das zu schaffen.
Jedoch biss sie tapfer auf die Zähne und lief mit mir bis nach Nyon durch.
Silvia verliess uns ein Dorf früher. Ihr Sohn hat sie abgeholt. Er arbeitet hier und wollte in den Feierabend :-).
Mit dem "defekten" Fuss aber nach einer erquikenden Dusche, liefen Claudia und ich, vom Hotel noch hinunter zum Schloss Nyon. Da gäbe es eine tolle Aussicht. Und tatsächlich. Eine traumhafte
Sicht über den Hafen und weit in die Berge. Hammer.
Doch der Wind war schon den ganzen Tag sehr kalt und hier, war es kaum auszuhalten. Ich fror im Gesicht und an den Händen.
So machten wir uns schnell auf den Weg zurück ins Hotel, wo wir uns via Pizzakurier eine Pizza bestellten.
Vom Kurier erhielten wir per Mail die Bestätigung, dass die Pizza um 20:15h ins Hotel geliefert werde. Wir freuten uns mega auf die warme Pizza.
Um 20:15h setzten wir uns in den Esssaal des Hostels und freuten uns hungrig, auf die Dinge, die da kommen sollten.
20:30h, 20:45h, 21:00h 21:10h... kein Kurier, keine Pizza... neben uns wurde geliefert: Chinesisch, Sushi, Burger... wir hatten HUNGER!!!!
Um 21:15h bestellten wir via "smoodo"... erneut eine Pizza. Die war angekündigt auf 22:00h, wurde aber bereits geliefert um 21:45h juhuiiii...
endlich! In die Pizza beissen und wohlfühlen :-)
Das ging... leider nur kalt :-(... zum Glück gab es hier auch eine Mikrowelle... so wurde die Pizza zwar wieder heiss, doch der Teig war "lödelig".
Scheiss egal! Am Sonntag koche ich wieder zuhause. Und da freue ich mich wirklich drauf! Mal wieder heiss und direkt aus der Pfanne auf den Teller! Ich weiss nur noch nicht was kochen. Das ist aber egal! Hauptsache, das worauf ich lust habe... nämlich :-).
3-2-1 sht... der 3. letzte Tag
Schön zwar, dass das Ziel in erreichbare Nähe rückt. Aber irgendwie auch komisch.
Zu Beginn war das so, hm, illusorisch und nun zeichnet sich bereits das Ende ab.
Ich weiss nun gar nicht, ob ich mich darüber freuen soll?
So, genug philosophiert.
Die Tour begann hoch über den Dächern von Lausanne. Bei schönstem Wetter und toller Sicht hinunter zum See.
Mit der Metro geht es zuerst hinunter an den See und zuerst in die Migros um Proviant einzukaufen. Danach geht es viele Kilometer direkt am Ufer des Sees entlang.
Durch Parks, an Häfen, Sand- Muschelstrände.
Die Brandung rauscht über den Strand 🏖, Feeling wie am Meer. Zumal der Genfersee auch der grösste See Europas ist. Das gegenüberliegende Ufer ist teilweise kaum sichtbar... auch weil es etwas
trüb ist.
Die Sonne scheint und wenn es windstill ist, ist es sogar warm.
So geht es weiter bis nach Morges. Hier gönnen wir uns einen Kaffee und echte Churros.
Oder besser, Churros von einem echten Spanier 😃.
Hier wird das Tulpenfest gefeiert.
Die ganze Stadt ist bepflanzt mit Tulpen 🌷 in den schönsten Farben und Formen.
Ab hier gehts weiter in ein Tal, wo der Forellenbach fliesst.
Mega schön. Der Flusslauf naturbelassen, schlängelt sich viele Kilometer bis fast nach Allaman.
Hier angekommen, müde und hungrig, kaufen wir uns gesunde Salate und Getränke zum Z‘nacht.
Welchen wir dann auf der Terrasse unserer Hotelzimmer geniessen.
Lecker, aber K A A A L T 🥶
Wenn man das in Leistungskilometer (LK) umwandelt, wären das total nochmals etwa 57km zusätzlich.
Lesson learned today:
Ziele nicht zu fern setzen 🤔
(nur die Karte ist flach 🥵)
Der Tag begann mit einem leeeeckeren Brunch.
Bärner Züpfe von Jürg und von Martina, ein feines Ei mit Speck, auf getostetem Zopf und selbst gepflückten Bärlauch.
Auf der Karte planten wir die nächste Route, Richtung Schwarzenburg.
Martina zeigt mir den Weg aus der Stadt und begleitet mich auf den ersten Kilometern.
Durch Wald und Flur über Wiesen, Täler und gar Höhlen.
Ich höre zwar die Tiere im Wald, doch Martina sieht sie. Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Zitronenfalter, Eichhörnchen...
Schon länger möchte ich mich hinsetzen und suche ein Bänkchen. Fehlanzeige. Doch endlich.
Wir werden wieder mit toller Aussicht belohnt.
Und plötzlich geht‘s wieder schnell:
Zugstation, natürlich fährt genau jetzt der Zug schon ein. Ein kurzes winken 👋🏻, Luftküsschen und weg ist sie 😳.
Danke Martina 😘, danke Jürg 🤗.
Für mich geht’s weiter zum Fluss „Sense“.
Es geht mal wieder hinunter, steil über Sandsteinfelsen weiter dem Fluss entlang bis zur Schwarzwasserbrücke.
Hier geht‘s leider wieder senkrecht hinauf, hinauf, hinauf... ich gehe, ok, schleppe mich im Kriechgang den Berg hoch, atemlos...
Doch endlich ist Schwarzenburg „nur“ noch 30Min. entfernt... und es geht nur hinunter.
Hinter Schwarzenburg ist das Guggershörnli zu sehen. Mein Ziel für morgen 🥵.
Doch nun erst mal im Hotel „Sonne“ einchecken und beim Take away eine Pizza 🍕, Salat 🥗 und ein schönes Bier 🍻 kaufen.
Uff... mal wieder gut geschlafen. 1. Blick nach draussen: Wieder Schnee :-(
Wobei, ich liebe ja Schnee und wer mich kennt weiss: Ein Good friert nie!
Offenbar gibt es tatsächlich keine Regel ohne Ausnahme :-(.
Der Start in den Tag war ja noch o.k. Mein Zwiebelprinzip bewährt sich ja grundsätzlich.
Halt bis man die 1. Meter gelaufen ist.
Dann ging‘s zuerst mal wieder „up to the sky“... schön, vorbei ein einem Hirschgehege mit toller Sicht über Willisau.
Weiter hoch, durch schöne Wälder, die Sonne erzeugt tolles Licht und die Route ist wunderschön.
Doch als ich oben angekommen und den Höhenweg geniessen will, ist es vorbei mit der „dem Warm haben“.
Durch die Hitze ist alles leicht feucht. Und sobald man stehen bleibt, bläst einem der Wind die ganze Kälte durch alle Kleiderlagen, bis auf die Haut.
D.h. auch heute wieder: Keine Pause, durchwandern... es waren zwar keine 20km. Doch das auf und ab ermüdet und ich möchte doch dann und wann die schönen Aussichten geniessen. Vielleicht auch
wastrinken, essen... oder gar einen Stumpen bäcklen...
Aber es geht einfach nicht. Wer steht, friert und zwar richtig! So hetze ich Richtung Huttwil. Endlich ankommen, endlich warm.
Doch halt: Ich habe ja gar noch keine Unterkunft!
Der AirBnB- Anbieter hat noch nicht geantwortet. Es ist also ein Blindflug. Habe ich eine Unterkunft, wenn ich endlich da bin?
Unterwegs sind die Begegnungen rar. Doch unterwegs treffe ich auf einen Bauer der Holz scheitet.
Wir wechseln ein paar Worte. Er bietet mir eine Unterkunft an, doch erst spät und nicht auf dem Weg.
Er macht mir aber Mut und meint, im Städtchen gebe es ein Hotel „kleiner Prinz“ die hätten bestimmt was und es sei ja nicht mehr so weit.
Tatsächlich, nach ca. einer Stunde kommt Huttwil in Sicht und im Dorf das erwähnte Hotel.
Die haben noch ein Zimmer... juhiii und sie bieten mir ein Zimmer mit Wanne an. Ich solle heiss Wasser einlassen und geniessen :-).
Was ich mit Wöhle tue... Leider ist das hoteleigene Restaurant coronabedingt geschlossen.
Doch direkt auf der andern Strassenseite ist ein Take Away, welches mir sehr empfohlen wurde.
Und tatsächlich, meine wärmenden Penne a‘ll Arrabiata sind meeega. Heiss und scharf mit Chili. Dazu ein leckerer Nüsslisalat mit Ei.
Der erlebnisreiche Tag warm beendet :-).
Für morgen soll es ja wärmer werden...
-> Übrigens, die roten Beine kommen nicht vom heissen Bad oder wär gar ein Sonnenbrand:
Nein, es ist nur die Wärmelampe vom Bad ;-)
Nach der Zwangspause (warten bis die Post öffnet, um mein Päckli abholen zu können :-), ging es weiter.
Bei Bauer Fritz war ich gut aufgehoben. Tolle Leute mit Visionen, produzieren selbst Strom mit einem eigenen Windkraftwerk, bauen ökologisch an und vermarkten ein sympathisches Bn‘B. Für
Wanderer,Rad- & Töfffahrer oder WoMo- Camper.
Super Lage mit Aussicht weit in die Berner Alpen. Persönlich fühlte ich mich wie bei einer Familie aufgehoben.
Der Tag begann mit dem Blick aus dem Dachfenster meines Kämmerleins: Schnee, Kalt!
Der Abmarsch war easy, hinunter nach Sursee. Durch schöne, verschneite Landschaft, sonnendurchflutet und einer wuchtigen Sicht in die Berge.
In Sursee war die Post geöffnet und ich konnte endlich mein Päckchen abholen. Nun begann der Tenue- Fetz. Alte Klamotten mit den neuen tauschen und die stinkige Wäsche wieder nach
Hauseschicken.
Ab Sursee wurde es dann unbequem. Die Sonne verschwand und der Schneesturm begann.
Abwechselnd hat es geregnet, geschneit und dann schien wieder die Sonne. Doch der Wind blies konstant unbequem.
So dass man während dem Laufen zwar nicht fror, aber man konnte sich keine Pause erlauben, sonst wäre man auf der Stelle erfroren.
Also ca. 20km nonstop (ca. 5.5h) durchwandern.
Romantisches Wandern sieht definitiv anders aus. Auch wenn die Landschaft durchaus attraktiv war.
Wenn‘s so kalt ist, hat man auch keine Musse eine adäquate Unterkunft zu finden.
Also nahm ich das 1. Beste, was mir angezeigt wurde: Ein Bn‘B in Willisau... wenn ich nur schon dort wäre...
...dort angekommen: man muss sich draussen anmelden, es gibt keinen Empfang :-(... das frieren geht also weiter.
Mit Touchscreen, also entweder werden die Eingaben nicht oder falsch eingetragen... weiter frieren...
E N D L I C H drin. Und das Zimmer, nein die Wohnung -> WOW! Mit eigener Küche, Wohnzimmer... ein Traum.
Modern eingerichtet und lädt ein zum Verweilen.
Zuerst aber heiss duschen, duschen, duschen...
Zum Kochen hatte ich aber keine Lust. Also Pizzakurier aufbieten und schon gibt es ein feines Essen. Leider ist die Pizza kalt :-(
... doch nicht verzagen, Gody Fragen: Küche anwerfen und die Pizzaschnitten „heissbraten“ und schon „leeeeecker“.
Und dann ab ins Bett :-)
Bye bye
Sorry Guy‘s. Heute muss ich Euch alle enttäuschen.
Ich bin über mein eigenes Organisationstalent gestolpert :-(.
Frische Wäsche vorausschicken ist ja schön und gut. Nur sollte die entsprechende Post dann auch offen haben :-(.
Leider habe ich nicht bedacht, dass heute ja Ostermontag und daher alles geschlossen ist... grmpf.
Wahrscheinlich bin ich einfach zu schnell gelaufen... tja.
Nun stellte sich die Frage: Ungerührt weiterlaufen und morgen dann irgendwie mit dem ÖV zurück oder halt noch einen Tag bei Bauer Fritz warten?
Ich entschied mich für‘s 2. Zumal ich jetzt weiss wo ich bin und nicht wüsste, wo ich sonst unterkomme.
Wenn die U-kunft z.B. nicht in der Nähe einer ÖV- Möglichkeit liegt, braucht es einfach so viel Zeit um dieses Päckli zu organisieren.
Auf die andere Seite wäre das Wetter heute optimal zum Wandern gewesen. Zwar windig doch immerhin sonnig.
Morgen soll es ja dann regnen... oder sogar SCHNEIEN :-(.
Tja... man kann nicht an alles denken.
Dafür habe ich einen entspannten Tag gehabt. Tolle Aussicht in die Berge, meine besorgten Eltern schauten auch noch nach mir.
So war ich auch am 5. Tag nicht alleine :-).
Zusammen fuhren wir nach Sursee und spazierten noch durch‘s Städtchen. Dabei besuchten wir noch Hans auf dem Friedhof.
Er starb 2013 unerwartet, kurz vor seiner Pensionierung.
Darum halte ich es gerne mit dem Spruch: „Geniesse das Leben beständig, denn Du bist länger tot als lebendig“
Bei Bauer Fritz hatte ich eine gute Zeit. Ein tolles, innovatives Paar. Ferien auf dem Bauernhof mit toller
Lage und Aussicht.
Es war richtig, hier die Pause einzulegen.
Doch leider gibt es heute kein Filmli... dafür ein paar schöne Fotos.
Heute war wieder ein cooler Tag.
Im wahrsten Sinn des Wortes.
Die Route, Freunde und es war bitterkalt 🥶.
Bergstation Felsenegg: 3°C.
Natürlich, man kann sich warm anziehen.
Gemütlich wandern, mit kleinen Pausen am Waldrand... vergiss es.
Mit Biese ist es einfach zu kalt um sich hinzusetzen. Man schwitzt leicht vom Laufen, setzt sich hin und schon brrrrrrrr... 🥶
Selbst wenn man dann irgendwo eine heissen Kaffee bekommt:
Die schicken dich sofort wieder in die Kälte 🥶...
Dafür erwärmen einem Freunde das Herz, welche mich bisher auf dem Weg begleitet haben.
Das Wandern hat so eine ganz andere Qualität 🤗.
Danke Claudia und Andy für die tolle, gemeinsame Etappe welche wir zusammen gingen. War toll mit Euch 😍.
Das Problem welches mich wohl noch die ganze Tour begleitet, ist Corona.
Bedingt durch dieses Virus, sind viele Unterkünfte geschlossen.
Und entweder sind sie zu früh auf der Route, dass man gar noch nicht aufhören will zu laufen.
Oder sie sind so weit weg, dass man sie nicht mehr erreicht. Einfach weil man nach 25km, nicht nochmals 8km läuft um ein Bett zu finden.
Zumal nicht bei unserer Topographie 🙄.
Na ja, erst mal kucken, dann mal schau‘n ☺️. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.
Heute, geplanter Start: 09:00h
Dann mit ungeplantem Abschieds- Komitee und noch O-Hasen „verstecken“ - Start: 09:20h.
Doch was sind 20Min. auf 20 Tage? :-)
Ich war gerade so auf dem Sprung, als meine Eltern durch‘s Fenster „spienzelten“ um mir tschüss zu sagen und mich auf den 1. Metern zu begleiten.
So geil... D A N K E E E E :-*
Mit meinem Freund Thomas habe ich ein späteres Treffen vereinbart. So dass wir uns bei den „Tüüfelschilen“ treffen und von da gemeinsam des Weg‘s gehen. War mega cool.
Lässige Gespräche und ein tolles Gefühlt, nicht alleine zu gehen.
Zusammen gingen wir bis nach Illnau. Immerhin 2.5h, ohne Pause und ca. 13km. Danke Rougli, war auch cool.
Auch wenn mir das Bier im Tal auf dem Bergweg, nicht wirklich gut getan hat ;-).
Der Start war gelungen. Kühl, feucht auch wenn ich mich nach den 1. Kilometern um ein paar Meter verlaufen haben :-(.
Brigitte wies mir dann den richtigen Weg ;-). Danke Brigitte :-*.
Das Problem war, dass ich mich 1/25‘000er Karten gewohnt bin, nun aber mit 1/50‘000er unterwegs bin.
Nebst natürlich den Distanzen, sind auch die Darstellungen etwas anders. Aber auch hier ist alles eingezeichnet.
Unglaublich, jeder Schiessplatz mit Schützenhäuschen, Zielhang und Schiessrichtung. Aber eben, man muss sich zuerst mal daran gewöhnen.
Ab da ging es durch schöne, teils unbekannte Gegenden. Spannend, nicht weit von zuhause, gibt es Dinge, die man noch nie gesehen hat. Es ging teils quer Feld ein, meistens aber
denoffiziellenWanderwegen entlang.
Berg auf und Berg ab.
Eigentlich wollte ich die 10km von Ellnau nach Dübendorf auch noch laufen. Was dann ca. 30km gewesen wären.
Doch kurz vor Illnau, habe ich mir mein Knie verdreht. Ziemlich schmerzhaft. Hoffe, morgen ist es wieder besser.
Auf alle Fälle kam ich zum Schluss, dass am 1. Tag 20km genug sind. Man soll es nicht übertreiben.
Also habe ich in Illnau eine Unterkunft gesucht. Leider mit mässigem Erfolg.
So, dass ich mich entschied, die 10km nach Dübi mit dem ÖV zurück zu legen und das Knie zu schonen.
Bis jetzt erfolgreich. Es schmerzt noch, aber es geht und wird bis morgen hoffentlich wieder gut.
Gelernte Lektion heute:
- „Wenn Du es eilig hast, musst Du langsam gehen“
Wunderbar, in jeder Pause hört man noch mehr als beim Gehen. Vogelgezwitscher, einen Specht, Uhu... wunderbar.
- Aber auch: 20km pro Tag sind genug oder zumindest sollte man den Wandertag beenden, wenn das Knie schmerzt ;-)
Fazit:
Es war ein toller Start meiner Tour, super Wetter, tolle Eltern, tolle Freunde, super Aussichten, mega!
Geplanter Start:
Ungefähre Route:
Allgemeinese/ Diverses
In diesen Päckli habe ich frische Wäsche eingepackt. Socken, U-hosen, T-Shirt. Sowie Kleinkram, wie z.B. Schoggistängeli, Teebeutel, Zucker usw. kleine Tuben Zahnpasta etc.
1. Zwischenstation:
POSTLAGERND
Centralstrasse 8b
6210 Sursee
2. Zwischenstation
PRIVAT
3000 Bern
3. Zwischenstation
POSTLAGERND
Schwarzseestrasse 212
1716 Schwarzsee- Bad