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Herbstferien 2/9 - Wintereinbruch

 

Heute geht's über die 1. Pässe. Das Ziel wäre Carona. Hoch über Lugano.

Die Pässe die wir queren wollen, wären:
Brünig-, Susten-, und der Gotthardpass 

Gestern wurden viele Pässe wegen des Schnellfalls gesperrt. Doch es hiess, Sperrung bis Samstagabend.
Also, bei uns müsste das ja nun passen. 
Nach dem Frühstück packen wir unser Zeugs und beladen die eingefrorene Guzzi. Im Schatten ist es mega kalt. Doch unser Ziel ist ja die Sonne in der Höhe. 

Wir haben eine wunderbare Fahrt über Sörenberg mit einer tollen Aussicht hinunter zum Sarnensee. 
Etwas Verkehr haben wir den Brünig hinauf, doch es geht. Oben angekommen steht eine alte Dampflock zur Abfahrt bereit. Ich liebe solche Begegnungen. Esther verstand überhaupt nichts, als ich plötzlich links auf den Bahnhofparkplatz abbog ;-).

Danach ging's hinunter Richtung Meiringen, wo wir zum Sustenpass abbiegen wollten. Doch der hatte noch immer die Wintersperre. Oder besser gesagt, schon die Wintersperre.
So blieb uns nur die Fahrt durch die Aareschlucht und über den Grimsel. Der war als "geöffnet" angezeigt.
Die Fahrt zum Grimsel war traumhaft. Praktisch kein Verkehr und tolle, eindrückliche Natur.
Auf den letzten Kilometern zum Pass lag teilweise noch Schnee in den Kurven. Nicht gefährlich, doch man musste halt aufpassen und mit vereisten Stellen rechnen.
Oben auf dem Pass genossen wir unseren 1. Kaffee und die tolle Aussicht über die Alpen und hinunter ins Tal.
Von hier sah man hinüber zur alternativen Route: Furka- und dann der Gotthardpass.
Doch unten in Gletsch, war das Abbiegen zum Furkapass verboten. Auch der hatte bereits die Wintersperre.
So blieb uns nichts als die Hoffnung, das Wallis hinunter zu fahren und über den Nufenen ins Tessin zu fahren. 

Doch als es soweit war, war auch dieser Pass gesperrt. D.h. wir müssen bis hinunter nach Brig und von dort über den Simplonpass hinunter nach Italien und von dort zurück ins Tessin.

Was die Fahrt natürlich massiv verlängert. Nicht dass das ein Problem wäre für meine Guzzi. 
Auch Esther war noch fit. Doch es war halt einfach nicht das, was wir geplant hatten. Gerne wäre ich früher in Carona angekommen um Esther mein Lieblings- Tessinerdörfchen zeigen zu können. Nun würde es halt sicher 2h später werden.

Die Fahrt selbst war wunderschön. Mit einem Kaffee und Mineral auf dem Simplonpass. Auch hier waren die Berge bereits tief verschneit. Die Strasse selbst war schneefrei und die Fahrt ein Träumchen. Durch tiefe Täler und von allen Bergflanken stürzten hohe Wasserfälle. Sehr eindrücklich.

Vor Domodossola bogen wir links ab, Richtung Centovalli. Vorbei an schönen Bergdörfern.
In Ré halten wir beim Dom, besuchen dieses eindrückliche Gebäude und geniessen nochmals einen Kaffee.

Danach geht es weiter Richtung Tessin. Die Strasse wird immer schmaler. Im Centovalli fand ich kein hundert Täler, sondern nur Milletornanti. Also tausend Kurven. Ein Motorradtraum. Doch man kommt halt nicht vorwärts. 
Zum Glück wurde es Esther nicht schlecht. So genossen wir die Fahrt bis vor Lucarno. 
Doch ab hier standen wir bestimmt fast eine Stunde im Stau. Bzw. stockendem Verkehr. Dieser stockte auf beiden Seiten.
So dass ein Überholen selbst mit der Guzzi fast nicht möglich war.

In Lugano verpassten wir dann, wegen einer schlecht markierten Baustelle, die direkte Ausfahrt nach Carona.
So mussten wir zuerst um den ganze Berg herum und über Vico- Morcote hochfahren. 
Auch wenn die Fahrt damit nochmals etwas länger dauerte, sie war wunderschön. Mit toller Aussicht.

So schön die Anfahrt ins Dörfchen ist. Nach über 6h Fahrt, ohne Pausen gerechnet, bin ich froh angekommen zu sein.
Wir melden uns in diesem alten Hotel an. Die Managerin sagt uns, wir sollen den Töff hinter das Hotel stellen. Nicht hier vorne auf dem öffentlich Parkplatz. Das gäbe morgen wohl eine Busse.

Zuerst wollen wir uns aber im Zimmer ausbreiten, uns duschen und frisch machen. 

Umgezogen und rundum erneuert, gehe ich zur Guzzi, den Helm unter dem Arm und will sie starten um umzuparkieren.
Doch sie macht keinen Wank... keine Leuchte leuchtet, nichts... ich kann sie nicht mehr starten.
Frust macht sich breit... aber vielleicht ist sie ja müde.

Vor dem Essen führe ich Esther noch etwas durch das Dörfchen Carona. Die schmalen Gässchen, zur Kirche und die tolle Aussicht.
Doch nicht sehr lange. Wir sind müde und haben Hunger. Daher setzen wir uns schon bald ins schöne Restaurant, welches zum Hotel gehört. 

Esther und ich geniessen den schönen, leckeren Abend und lassen den Tag revue passieren. 

Nach dem Essen versuche ich nochmals meine Kiste zu starten - noch immer nichts.
O.k. jetzt bin ich müde. Wir schauen morgen nochmals und dann weiter. Wir sind gespannt. Denke aber, wir werden den Pannendienst aufbieten müssen. Schade... :-(

Dir Esther danke ich von Herzen für Deine Geduld und Deinen eisernen Po... wir haben auf einer langen Fahrt, vieles erlebt. 
Ich liebe Dich :-*

Km gefahren

297

Km gelaufen

0

Schritte

0

Ort

Carona TI


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