· 

D :: Ost- & Nordsee, Blankenese

Heute steht wieder eine Fahrradtour an. Ich möchte Esther die andere Seite der Stadt.
Die Hafenanlagen zeigen.

So fahren wir nach dem Frühstück, mit dem Bus zu unserem Fahrradverleih des Vertrauens. Die Räder sind reserviert.
Nur kurz etwas warten und sie sind auf uns eingestellt und schon sitzen wir wieder im Sattel.
Das 1. Ziel ist wieder der alte Elbtunnel. D.h. wir müssen wieder durch die verbaute Stadt fahren. Das ist eigentlich problemlos. Überall hat es Fahrradspuren, aber wir müssen häufig die Seiten wechseln.
Doch bald sind wir im Lift hinunter zum Tunnel. Das Durchfahren ist speziell und lässig.
Auf der anderen Seite geht’s wieder mit dem Lift hoch und schon geht’s los.
Zuerst gönnen wir uns noch einen kurzen Blick von Steinwerder aus auf Hamburg.
Heute ist das Wetter prächtig. Der Himmel blau es nicht zu kühl.
So fahren wir bald vorbei an alten Industrieanlagen, Werften und Verwaltungsgebäuden von Redereien.
Wir sehen auch die Krananlagen, Container- Terminals usw.
Beindruckt sind wir auch vom Lastwagenverkehr, der scheinbar nie endet.

Es ist irgendwie «industriell» schön. Nicht die Natur o.ä. doch sonst eindrücklich.
Einen kurzen Halt legen wir beim deutschen Museumshafen ein. Hier hat es alte Hafenkräne, Hafenbahn und ein altehrwürdiges,  Segel- Frachtschiff mit vier Masten.
Die «Peking».

Auf eine Führung verzichten wir. Doch wir bestaunen die Exponate.
Irgendwie kann man sich vorstellen, wie es vor über 100 Jahren zu- und her ging.

Wir fahren weiter. In der Ferne sehen wir wieder die Elfi und die Hafencity.
Eine ganz andere Perspektive. Retour ginge es über eine schöne, blaue Stahlbogenbrücke. Auch über hundert Jahre alt. Aber diese ist gesperrt.
Offenbar ist sie gefährlich verlottert.
So müssen wir einen kleinen, aber unattraktiveren Umweg fahren.
Doch wir kommen auch so wieder nach Hamburg 😊.

Unser nächstes Ziel ist der Flakbunker. Ein alter Bunkerturm aus dem 2. Weltkrieg, der zur Bomberabwehr gebaut wurde.
Jahrelang hat man versucht aus dem Bunker etwas zu machen. Nun haben sie es geschafft. Im Bunker hat es ein Museum, Hotel, Restaurants und einen öffentlich zugänglichen Garten.
Rund um den Bunker hat es breite Wege auf welchen man bis zur Spitze hochlaufen kann.
Die Aussicht ist immer wieder toll. Je höher man steig. Und über all ist der Aufstieg begrünt. Alles in allem sehr eindrücklich.
Leider hat es sehr viele Leute, so dass ein Verweilen nicht wirklich Spass macht.
Also laufen wir wieder hinunter zu den Rädern.

Unweit des Turms befindet sich der Stadtpark «Planten un Bloomen».
Wir fahren also zum nächsten Veloparkplatz, schliessen diese und schlendern durch den Park. Es hat einen Chinagarten, einen schönen See und viele der Pflanzen sind am Blühen.

Überall hat es Möglichkeiten, sich zu setzen. Wir geniessen den Park in volle Zügen.
Während Esther einen Ort aufsucht, auf welchen selbst die Kaiserin alleine hin geht, beobachte ich einen Graureiher… Zuerst denke ist, das ist ein Plastikteil beim Teich aufgestellt.
Doch der Reiher lebt… er beobachtet einen Schwarm Goldfische. Ich denke noch, das müsste man Filmen, wenn er zugreift. Denke aber auch, das könnte dauern.
Doch plötzlich schlägt er zu und einer der grossen Goldfische verschwindet schnell in seinem Schlund. Ich staune und stelle fest, das habe nur ich gesehen 😊.
Esther kommt er jetzt wieder zurück 😊.

Von hier fahren wir nochmals zu den Landungsbrücken. Vom Bismarck- Denkmal, führt ein schmaler Weg  zum Stintfang.
Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Landungsbrücken, den alten Elbtunnel, die U- & S- Bahnen, den Baumwall und die Elfi. Auch schön 😊.

Mittlerweile ist es aber auch Zeit, die Fahrräder wieder zurück zu geben.
Das war ein erlebnisreicher Tag bisher.
Direkt neben dem Fahrradverleih befindet sich das sog. Chilehaus. Ein einzigartiges Kontorhaus. Unglaublich was die da vor über hundert Jahre hingestellt haben. Ein legendäres, repräsentatives Bürogebäude, welches den Status eines UNESCO Weltkulturerbes hat.
Genau wie das Nachbargebäude Sprinkenhof im Stil des Backsteinexpressionismus.

Für den Abend habe ich uns einen Tisch im «Gassenhaur Restaurant & Beisl» reserviert.
Dieses ist bekannt für sein original Wienerschnitzel…

So gehen wir noch kurz zurück ins Hotel und machen uns frisch.

Das Frischsein hält nicht lange. Nur bis zum Hotel Atlantic, dem Zuhause von Udo Lindenberg.
Wir laufen von unserem Hotel aus. In der edlen Bar gönnen wir uns einen Drink und geniessen die Atmosphäre. 

Wir sind noch zeitig genug zum Abendessen und entschliessen uns, zu Fuss vom Udo zur Reeperbahn zu laufen, wo sich das Resti befindet.
So laufen wir durch die Strassen der Stadt. 1x müssen wir wegen eines Platzregens kurz unterstehen. Doch am Schluss kamen wir trocken und zeitig im Restaurant an.
Hier wurden wir direkt an unseren Tisch gebracht und freundlich bedient.
Das Resti hat etwas «skihüttenartiges», herzig und ist voll ausgebucht.
Die Auswahl ist nicht so gross doch das Essen umso besser.
Vom perfekten, lauwarmen Kartoffelsalat, dem leckeren Gurkensalat und der Preiselbeer- Confitür bis zum Schnitzel… einfach alles ein Gedicht.
Also Wien ist das ganz nahe in Hamburg…

Wir geniessen den Abend. Doch nach diesem erlebnisreichen Tag sind wir doch etwas müde und fahren von St. Pauli mit dem Bus ins Hotel. 


Kilometer gefahren per Rad

22

Kilometer gelaufen

13.5


Kommentar schreiben

Kommentare: 0