Reto muss heute Vormittag noch geschäftlich einen längeren Anruf tätigen. So dass er mich um 11h bei mir abholen kann.
Auf einem Fahrradgestell, auf der Anhängerkupplung seines Wagens, montieren wir unsere eBikes. Was überraschend einfach und schnell von statten geht. So cool.
Wir wollen eigentlich in die jurassischen Freiberge um Saignelégier. Seine Altvorderen haben hier gelebt.
Doch ich fand bis gestern Abend kein Hotel o.ä. Über Airbnb fand ich dann endlich ein BnB in Courgenay.
Diese Adresse geben wir nun ins Navi ein und Reto fährt los.
Die Fahrt geht recht flott und staulos vonstatten.
Als uns das Navi bei Oensingen, Balsthal über den Naturpark Thal führt.
Realisiere ich, dass wir bei meinem, vor langem gestorbenen, Freund Roland vorbeifahren. Bzw. an seinem Grab.
Und da wir sowieso gerade Pausen machen wollen, trifft sich das gut.
In Matzendorf holen wir uns im Coop ein Takeaway- Z’mittag und fahren zur Kirche.
Hier setzen wir uns auf ein Bänkli und geniessen die Ruhe und die schöne Lage.
Danach gehen wir noch kurz aufs Grab und ich erzähle Reto meine Geschichte mit Roli.
Das sind schöne Erinnerungen. Und uns wird mal wieder bewusst, dass Gesundheit und älter werden nicht selbstverständlich ist.
Danke Reto für den kurzen Halt und das Zuhören.
Leider ist das Wetter nicht wie erwartet sonnig, sondern eher trüb, teilweise fast regnerisch. Wir haben also keine Eile zur Unterkunft zu fahren.
Hier hinten kenne ich noch eine kleine Wanderung durch die Wolfsschlucht.
So parken wir in der Nähe und wandern durch die Schlucht.
Die ist etwa 1.5km lang und steigt auf 231m recht zügig an.
Kurz nach dem Einstieg sind wir von meterhohen, senkrechten Felsen umgeben.
Die Schlucht ist relativ schmal, nur in der Hälfte öffnet sie sich etwas.
Der Bach ist leider ausgetrocknet, doch die Felsen rundherum sind voller Moos.
Die Wanderung ist Abwechslungsreich, aber nicht zu lange.
Und doch, als wir wieder beim Wagen sind, müssen wir uns zuerst abkühlen, denn auch wenn es bedeckt ist, es ist recht tüppig.
Der Rest der Fahrt ist ebenfalls abwechslungsreich und führt durch eine schöne Gegend.
Die Ankunft in Courgenay, beim BnB ist freundlich und zuvorkommen.
Unser Wöhigli ist herzig mit einer kleinen Küche, Kühlschrank, alles sauber und hübsch eingerichtet.
Wir richten uns ein und schlendern etwas durch’s Dörfchen. Im Volg kaufen wir etwas für die Wohnung, ein paar Bier, Süssigkeiten, Kanbbergebäck etc. Für nach unseren Touren.
Danach schlendern wir noch zum Hotel Bahnhof, hier hat wohl die bekannte Gilberte de Courgenay die
Soldaten im 1. Weltkrieg bedient.
Tatsächlich ist das ganze Restaurant im Hotel mit Fotos und Erinnerungen an Gilberte ausgestattet. Der alte Kochherd, Bücher, Rucksäcke (Affe) sind vorhanden.
Als erstes gönnen wir uns hier ein kleines Bier und setzen uns in den Garten.
Wir geniessen den friedlichen Abend und besprechen die morgige Tour.
Dabei wird es immer später und der Hunger meldet sich.
Eigentlich wollen wir nicht mehr weiter erkunden und setzen uns ins Restaurant.
Als uns die Kellnerin fragt, was wir denn wollen, kommt mir in den Sinn, dass wir während meiner RS vor 40Jahren, in dieser Gegend jeweils ein Bier Grenadine bestellt und getrunken haben.
Ganz offenbar, trinkt man das hier noch immer, auf alle Fälle erhalten wir ein schönes, rot leuchtendes Bier.
Das anschliessende Essen ist ebenfalls hervorragend. Reto gönnt sich eine Rindszunge mit Kartoffeln und ich mir ein Rindssteak an einer Morchelsauce und Pommes.
Wir geniessen den Abend und zum Abschluss offeriere ich uns noch ein Cognäcen.
Danach schlendern wir zurück in Hotel wo wir uns ziemlich schnell ins Bett verkriechen.
Reto, thx für’s Fahrä und dä cool Tag.
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Kilometer gelaufen
8.4
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