Die Vermieterin hat uns gestern gesagt, dass es einige Tearooms/ Bäckereien im Dorf hat und wir da Frühstücken könnten. Auch hat sie uns eine Fahrradroute empfohlen.
So machen wir uns auf zum Frühstücken. Das Tearoom haben wir gestern Abend schon gesehen und setzen uns hier in den Garten.
Wir bestellen uns Kaffee, O-Saft, Gipfeli und starten so gestärkt in den Tag.
Die Route führt uns als an die mittelgrossen Etangs (Moorsee) de Bonfol.
Hier gönnen wir uns die 1. Rast und geniessen die Kühle des Waldes und den Blick auf den See.
Doch bald schon geht’s weiter. Die Route führt uns über einen schmalen Damm, kühle Waldwege. Mega schön.
Doch bald fahren wir über sanfte Hügel und guten, verkehrsarmen Wegen über Land.
Unser Ziel ist Bure. Hier leistete Reto seinen Dienst.
Das Navi würde uns in einem Bogen zum Ziel führen. Doch der offizielle Radweg geht etwas früher links weg. Und wenn ich mir die Karte auf dem Handy anschaue, ist es ein schönes Tal.
So beschliessen wir, diese Abkürzung zu nehmen. Was für eine Fehlentscheidung…
Die Route mag etwas kürzer sein, doch sie geht sehr steil bergan.
Meine Radeinstellung ist Eco, also so, dass ich viel Beinarbeit leisten muss und vor allem den Akku schone. D.h. mit meiner schweren Kiste arbeite ich mich den Berg hoch.
Reto geht ab wie ein Zäpfchen. Als ich oben ankomme, sitzt er auf einem Bänkchen und gönnt sich einen Schluck Wasser 😊.
O.k. das habe ich mir nun auch verdient…
Dafür können wir dann bis nach Bure alles rollen lassen.
Hier erzählt mir Reto von seinen Diensterinnerungen. Irgendwie war das Alles doch eine tolle Zeit. Wir erinnern uns an Kameradschaften, lustige Episoden aber natürlich auch an Leerläufe. Doch wo
gibt’s die nicht.
Vom Waffenplatz aber sehen wir nicht viel. So fahren wir weiter nach Porrentruy.
Hier angekommen ist es gerade Mittagszeit und wir setzen uns in einem Restaurant in den Garten. Hier gönnen wir uns was zu trinken und die Speisekarte ist auch g’luschtig.
Wir haben je Lust auf einen schönen Rostbeef- Teller mit Salat und Pommes.
Während wir warten, besprechen wir die restliche Tour.
Courgenay ist quasi das Nachbarsdorf von Porrentruy, wir sind als schon fast fertig.
Daher schlage ich vor, noch einen Umweg nach St. Ursanne zu fahren.
Und zwar von der Bergrennstrecke her. Also, die Strecke hoch zu fahren und dann mit dem Rad, die Strecke herunterzufahren.
Gesagt getan… Die Akkus sind je noch zur Hälfte voll und so wagen wir uns ans Abenteuer 😊.
Doch, warum heisst eine Bergrennstrecke, Bergrennstrecke? Weil es den Berg hoch geht…
Ich bin immer noch im Eco- Modus unterwegs und Reto zischt wieder ab.
Erst an einem Rotlicht sehe ich ihn wieder. Und auch nur, weil er vorher schon am Schatten auf mich gewartet hat.
Doch oben sind wir noch lange nicht. Es zieht sich, doch ich weigere mich eine einfachere Einstellung zu wählen. Denn, wenn wir nach St. Ursanne hinunterfahren, heisst das, dass es zum BnB auch
wieder hoch geht… d.h. Akku sparen ist angesagt.
Doch auch ich schaffe es noch auf den Top der Bergrennstrecke, wo Reto schon wartet und die Aussicht geniesst.
Nun heisst es: rollen lassen 😊
Reto weise ich an, er solle 5 Min. nach mir losfahren. Dass ich mich für eine Action- Foto positionieren kann.
Schliesslich kenne ich die Strecke. Bin sie schon ein paar Mal mit dem Töff gefahren.
Also warte ich und filme Retos Schussfahrt und wie er sich in die Kurve legt… Cool.
Jacques Cornu hätte es nicht besser gemacht.
Und nun lasse ich meinem Rad freien Lauf.
Es wird immer schneller. Im Rückspiegel sehe Rennräder die kleiner und kleiner werden.
Der Wind pfeift mir um die Ohren. Aus dem Augenwinkel sehe ich Reto auf einem Bänkchen, im Schatten sitzen… Halten kann ich nicht…
Als ich unten angekommen bin, checke ich meinen Radcomputer: 71km/h hatte ich drauf… ups… aber cool war’s 😉.
Die nächste Pause in St. Ursanne haben wir uns redlich verdient.
Wir finden ein Bänkchen am Doubs, am Schatten. Jetzt fehlt uns nur noch was Kühles zum Trinken.
So reserviert Reto unser Bänkchen und ich fahre zum Coop wo ich uns Getränke und ein Eis kaufe. So lässt es sich leben. So schön am Fluss.
Jedoch hat alles ein Ende. Ausser der Wurst 😉.
Jetzt kommt der letzte Teil der Tour, nämlich wieder hoch nach Courgenay.
Nicht mehr denselben Weg. Doch das ändert nichts, wir müssen das wieder hoch, was wir vorhin runtergerast sind.
Und das zieht sich. Mein Radcomputer zeigt mir an, dass ich mit der aktuellen Ladung noch locker bis zu unserem BnB. Komme.
So gönne ich mir für den letzten Anstieg die volle Leistung meines Rades.
Das hilft. Diesmal ziehe ich an Reto vorbei. Anstrengend ist es aber für Beide.
In der Hälfte des Anstiegs machen wir nochmals eine kurze Pause.
Endlich, mit meinem eBike habe den 1. Pass erklommen. Den Cole de la Croix 😊.
Von hier oben sehen wir hinunter ins tiefer gelegene Courgenay.
D.h. wir haben’s geschafft. Jetzt haben wir nur noch eine Schussfahrt vor uns und wir sind zurück.
Müde aber happy kommen wir ins BnB. Jetzt noch die Bikes versorgen, den Akku anschliessen und Feierabend 😊.
Zum Abendessen ist es noch etwas früh. So machen wir uns etwas frisch.
Die Vermieterin stellt uns währenddessen ein Tischchen in den Garten.
Geduscht, mit Zigarre und Panaché finden wir uns im Garten wieder.
Die Vermieterin zeigt uns zuerst aber, nicht ohne Stolz, die 2., grössere und elegantere Gästewohnung.
Als wir wieder alleine sind, geniessen wir den Schatten, schmauchen unsere Zigarre, snacken und trinken das Kühle Bier. Und besprechen die morgige Tour.
So kann ein Abend beginnen.
Nun meldet sich aber doch der Hunger. Unsere Vermieterin hat uns ein chinesisches Restaurant mit schönem Garten im Nachbarsdorf empfohlen.
So satteln wir diesmal nicht die Räder sondern steigen in den klimatisierten Wagen.
Vor und im Resti finden wir auch einen Platz. Direkt am Bach.
Es ist wirklich schön hier. Doch das Essen… gestern war’s eindeutig besser.
Und auf die Gartenstühle würden sich ein paar Kissen nicht schlecht machen.
Doch wir sind eh müde und der Fussballmatch beginnt bald.
Den wollen wir uns noch ansehen.
Im BnB fläzen wir uns auf’s Sofa und schauen den Match.
Abschliessend können wir konstatieren: Wir hätte nichts verpasst, wenn wir früher zu Bett gegangen wären.
Wieder en coolä Tag g’sii Reto - Thx
Kilometer gefahren
70.5
Kilometer gelaufen
3.8
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